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Stuttgart: Demonstration gegen Laufzeitverlängerung

Stuttgart: Demonstration gegen Laufzeitverlängerung07.10.2010, 11:58 Uhr

Nicht nur das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 treibt die Menschen in Baden-Württemberg auf die Straße. Am Mittwoch haben tausende Atomkraftgegner gegen die Laufzeitverlängerung demonstriertTausende protestieren gegen Laufzeitverlängerung
Nach den Schlagzeilen der vergangenen Woche über die Übergriffe bei den Demonstrationen gegen das Projekt Stuttgart 21 hatten einige Beobachter befürchtet, dass auch die geplante Protestaktion gegen die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zu Ausschreitungen führen könnte. Zwischen 3.500 und 4.000 Menschen beteiligten sich am Mittwoch an der Umzingelung des Landtags von Baden-Württemberg. Daran beteiligten sich auch diverse Politiker, darunter die Grünen-Chefin Claudia Roth. Sie verband den Protest gegen die Laufzeitverlängerung dann auch mit einer politischen Abrechnung mit dem CDU-Ministerpräsidenten Stefan Mappus.

Grüne: Laufzeitverlängerung und Stuttgart-21 gegen Bürgerinteressen
Roth erklärte, dass die Demonstration nicht nur gegen die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke gerichtet sei, sondern auch Ausdruck der Unzufriedenheit der Bürger über den Politikstil der Landesregierung in Stuttgart. Der Umgang mit den Protesten rund um das Projekt „Stuttgart 21“ sei ein weiteres Beispiel dafür, dass die Regierenden in Bund und Ländern ihre Interessen gegen die Bürger durchpeitschen wollten. Dabei verschließe man die Augen vor den eigenen Widersprüchen, so Roth weiter. Beispielsweise spreche Mappus beim Projekt Stuttgart 21 von „unumkehrbaren Verträgen“, während er kein Problem damit habe, dass die Bundesregierung die von Rot-Grün geschlossenen Verträge über den Atomausstieg breche. Auch der Landeschef der SPD, Nils Schmid, äußerte sich kritisch: Mappus begehe „Verrat an der Zukunft“.



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