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Terrorgefahr: Biblis und andere AKW nicht ausreichend geschützt
Terrorgefahr: Biblis und andere AKW nicht ausreichend geschützt08.10.2010, 15:00 Uhr
Für den ehemaligen Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Rainer Baake, sind die deutschen Atomkraftwerke nicht ausreichend gegen Terroranschläge gesichertAtomkraftwerke von Flugzeugen bedrohtNach den Terroranschlägen in Washington und New York vom 11. September 2001 hatte sich die damalige rot-grüne Bundesregierung mit möglichen Terrorgefahren auch in Deutschland auseinanderzusetzen. Der damalige Staatssekretär im Umweltministerium, Baake, ist heute Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. Für Umweltminister Trittin arbeitete er maßgeblich am Atomausstieg mit. Nach seinen Angaben seien die Experten damals zu dem Ergebnis gekommen, dass Terrorangriffe mit Flugzeugen auf Atomkraftwerke in Deutschland zwar schwierig, aber machbar seien.
Terrorangriffe auf Atomkraftwerke mit Nebel allein nicht abzuwehren
Um die Atomkraftwerke gegen Terrorgefahren zu schützen, habe man damals ein zweistufiges Sicherheitskonzept erarbeitet. In einem ersten Schritt sollten Nebelwerfer die Atomkraftwerke für die angreifenden Terroristen quasi unsichtbar machen. Danach sollte die Bundeswehr eingreifen und anfliegende Flugzeuge gegebenenfalls abschießen. Durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass ein solches Vorgehen nicht mit der Verfassung im Einklang stehe, seien die installierten Nebelanlagen relativ nutzlos, so Baake. Die deutschen Atomkraftwerke seien demnach einer ständigen Terrorgefahr ausgesetzt.
