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Bergleute in Chile gerettet Diskussion um Grubenunglück Borken geht weiter
Bergleute in Chile gerettet Diskussion um Grubenunglück Borken geht weiter13.10.2010, 13:58 Uhr
Während die Bergleute in Chile gerettet wurden, hat die Öffentlichkeit auch wieder das Grubenunglück von Borken im Gedächtnis.Rettung der Bergleute in Chile geht voranAls die ersten Bergleute in Chile in der vergangenen Nacht live im TV aus ihrem Gefängnis befreit wurden, war der Jubel groß. Schon in den vergangenen Wochen hatte die Situation in dem Bergwerk an das Grubenunglück in Lengede erinnert. Aber auch im hessischen Borken gab es im Jahr 1988 ein Unglück, bei dem 51 Kumpel ums Leben kamen. Noch heute ist die Diskussion darüber im Gange, ob dieses Unglück vorhersehbar war. Insbesondere der Rechtsnachfolger der damals verantwortlichen Preussenelektra, der heutige Stromanbieter EON, soll nach Ansicht der Hinterbliebenen Entschädigungen zahlen.
Stromanbieter muss mit Forderungen wegen Grubenunglück in Borken rechnen
Die Hinterbliebenen der Bergleute von Borken werfen dem Stromanbieter als Nachfolger des Betreiberkonzerns vor, dass die Explosionsgefahr seinerzeit schon lange bekannt gewesen sei. Dennoch hatte es offenbar keine besonderen Vorkehrungen gegen Kohlestaubexplosionen in Borken gegeben. Erst im August entschied das Landgericht Kassel, dass die Ansprüche der Hinterbliebenen auf Schadensersatz grundsätzlich noch nicht verjährt seien. Der Stromanbieter muss allerdings hinsichtlich der Schuldfrage nur noch mit Zivilklagen rechnen; die strafrechtlichen Vorwürfe sind mittlerweile verjährt.
