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RWE: Strompreise in Deutschland müssen wettbewerbsfähig bleiben
RWE: Strompreise in Deutschland müssen wettbewerbsfähig bleiben20.10.2010, 15:42 Uhr
Der Energiekonzern will vorerst das Volumen der Investitionen in erneuerbare Energien nicht weiter erhöhen und auf dem derzeitigen Level einfrierenStromanbieter friert Investitionen in Ökostrom einDer Chef von RWE, Jürgen Großmann, erklärte in einem Interview mit dem Magazin Stern, dass der Stromanbieter nach der Entscheidung über die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke die Investitionen in erneuerbare Energien auf dem derzeitigen Niveau einfrieren werde. Dabei verwies Großmann auf den Betrag von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr, die der Stromanbieter in Ökostrom stecke. Mehr sei aber momentan nicht drin, weil die Erträge von der Politik beschnitten worden seien. Damit meint der RWE-Manager die Kosten für die Atomsteuer und den Fonds für Erneuerbare Energien, der durch einen Teil der Zusatzgewinne aus der Laufzeitverlängerung gespeist werden soll. Experten erwarten, dass die Strompreise trotz längerer Atomlaufzeiten steigen werden.
Strompreise nur mit Kohle- und Atomstrom konkurrenzfähig?
Großmann betonte aber, dass der Stromanbieter weiterhin sein Engagement für die erneuerbaren Energien erhöhen wolle, die für den Konzern von strategischer Bedeutung seien. Dies dürfe sich jedoch nicht allein an der technischen Machbarkeit orientieren. In der Realität gehe nicht alles, was auch theoretisch machbar sei, so Großmann sinngemäß. Die Wettbewerbsfähigkeit der Strompreise müsse in Deutschland gegeben sein und dies sei auf absehbare Zeit nur mit Hilfe von Kohle und Atomstrom möglich.
