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Loki Schmidt: Sie kämpfte für den Klimaschutz, bevor es das Wort gab
Loki Schmidt: Sie kämpfte für den Klimaschutz, bevor es das Wort gab22.10.2010, 11:24 Uhr
Die Moorlilie wurde an ihrem Todestag zur Blume des Jahres gekürt damit bleiben Umwelt- und Klimaschutz auf ganz besondere Weise mit der großen Hamburgerin verbundenNatur- und Klimaschutz waren für sie selbstverständlichLoki Schmidt ist tot. Im Alter von 91 Jahren starb sie am Donnerstag in ihrem Haus in Hamburg. Von einer Operation am Fuß hatte sie sich nicht mehr vollständig erholt. Eine der ersten wirklichen Umweltschützerinnen verlässt somit die Bühne des Lebens, die schon zu Zeiten für die Natur gekämpft hat, als es noch nicht modern war. Dabei stand sie keineswegs im Widerspruch zur Politik ihres Mannes. Bundeskanzler Helmut Schmidt sah sich oft mit Protesten gegen Atomkraftwerke und andere Projekte konfrontiert, die von Umweltschutzbewegungen ideologisch bekämpft wurden. Doch sie ließ sich nicht von politischen Gruppen vereinnahmen, sondern blieb sich und ihren Überzeugungen stets treu.
Loki Schmidt demonstrierte echten Umweltschutz
Deutschland und speziell Hamburg verlieren eine der größten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte; Helmut Schmidt verliert seine Gefährtin, die ihn seit 80 Jahren durchs Leben begleitet hat. Es mag Zufall sein, dass ausgerechnet an ihrem Todestag die Blume des Jahres gekürt wurde. Die von Loki Schmidt gegründete Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen wollte mit der Moorlilie auch einen Hinweis auf den bedrohten Lebensraum jener Blume geben. Moore sind durch den Klimawandel besonders bedroht und sind enorme natürliche CO2-Speicher. Doch Loki Schmidt folgte keinen kurzlebigen Trends und spielte nicht mit der Angst vor Katastrophen. Vielmehr zeigte sie die Schönheit der Natur und setzte darauf, dass die Menschen die Umwelt als das schützenswerte Gut begreifen, das sie ist. Ein Vorbild, das schmerzlich vermisst werden wird.
