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Atommüll: Castor Attrappe trifft in Berlin ein
Atommüll: Castor Attrappe trifft in Berlin ein26.10.2010, 13:57 Uhr
Mit einem nachgebildeten Castor-Behälter machten die Atomkraftgegner auf die Problematik der Atommüllentsorgung aufmerksamFalscher Castor enthält 70 Fässer ohne Atommüll70 Fässer, die natürlich keinen echten Atommüll enthielten, wurden von Sonntag auf Montag von den Organisatoren der Aktion in einem nachgebauten Castor von Gorleben nach Berlin gefahren. Damit wollen die Atomkraftgegner gegen die geplanten weiteren Castor-Transporte demonstrieren. In den kommenden Wochen sind mehrere solcher Transporte von Atommüll geplant. Die Diskussion um den Standort für ein geeignetes Endlager wird dadurch weiter angeheizt. Schon am vergangenen Wochenende hatten 20.000 Menschen gegen den Castor demonstriert, der am 5. November erwartet wird.
Stromanbieter Ausgangspunkt der Protestaktion in Berlin
Nach Ankunft des falschen Castors in Berlin sammelten sich die Atomkraftgegner vor der Niederlassung von Vattenfall. Der Stromanbieter ist einer der vier großen Energiekonzerne, die Atomkraftwerke in Deutschland betreiben. Von dort bewegte sich der Protestzug mit den 70 schwarz-gelb lackierten Fässern zum Bundestag, wo zeitgleich der Umweltausschuss über die Änderung des Atomgesetzes beraten sollte. Diese Beratungen wurden allerdings wegen eines Eklats zwischen den Parteien nicht beendet.
