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Stromanbieter E.ON schreibt Milliarden in Südeuropa ab
Stromanbieter E.ON schreibt Milliarden in Südeuropa ab27.10.2010, 15:29 Uhr
Wegen der schlechten Marktlage in einigen südeuropäischen Ländern muss der größte deutsche Energiekonzern erneut Milliardenbeträge abschreibenIn Südeuropa schlechtes Geschäft für den StromanbieterErst vor zwei Jahren hatte der Stromanbieter sein Geschäft in Südeuropa erweitert. Da sich aber die Gewinnerwartungen in Italien, Spanien und Frankreich erheblich verschlechtert hätten, müsse der Konzern Wertberichtigungen in Höhe von 2,6 Milliarden Euro vornehmen. Dies teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit. Sowohl die Auslastungen als auch die Gewinnmargen seien in diesen Ländern signifikant geringer als erwartet. Bereits 2009 hatte der Stromanbieter 1,8 Milliarden Euro in Südeuropa abgeschrieben.
Sprecher: Stromanbieter E.ON investiert langfristig in Südeuropa
Während das Geschäft in Südeuropa aufgrund der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise schwächelt, kann der Stromanbieter auf den heimischen Energiemärkten Zuwächse verzeichnen. So stieg der bereinigte Gewinn des Konzerns in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 auf acht Milliarden Euro. Dies ist eine Steigerung von rund neun Prozent. Während der Stromanbieter in Deutschland der größte unter den großen vier Energiekonzernen ist, spielt er auf den südeuropäischen Märkten nur eine untergeordnete Rolle. Die Investitionen in die Strommärkte dieser Länder seien als langfristige Projekte zu sehen, erklärte ein Unternehmenssprecher.
