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Berliner Gasag will Stromanbieter werden
Berliner Gasag will Stromanbieter werden01.11.2010, 14:04 Uhr
Die Berliner Morgenpost berichtet, dass der größte kommunale Gasanbieter Deutschlands jetzt auch ins Stromgeschäft einsteigen will. Ab 2011 können Berliner dann auch ihren Strom von der Gasag beziehenStrompreise sollen 5 Prozent unter Standardtarif liegenDer Strommarkt ist nach wie vor ein lukratives Geschäft für kommunale Versorger. Deswegen will die Berliner Gasag jetzt auch als Stromanbieter auftreten. Mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) soll der Strom erzeugt werden, der an die Bewohner von Berliner Mietshäusern günstig verkauft werden soll. Dabei sollen die Strompreise von Gasag rund fünf Prozent niedriger ausfallen als der Standardtarif, bestätigte der Gasag-Vorstand Andreas Prohl gegenüber der Berliner Morgenpost. Der Strom wird in den dezentralen KWK-Anlagen erzeugt, wobei die Mieter weiterhin die Wärme zu denselben Konditionen wie zuvor nutzen können.
Als Stromanbieter will Gasag dezentral Strom erzeugen
Die dafür benötigten zusätzlichen Kleinkraftwerke werden in den kommenden Wochen errichtet, so dass der Stromanbieter ab 2011 mit der Belieferung der Stromkunden beginnen kann. Im kommenden Jahr will die Gasag zudem auch mit Solaranlagen und Biogas Strom erzeugen. Hierfür baut das Unternehmen beispielsweise im Berliner Stadtteil Mariendorf die größte Solaranlage der Hauptstadt. Mit der Ausweitung auf das Geschäft als Stromanbieter will die Gasag sich unabhängiger vom Geschäft mit dem Gas machen. Ziel ist es laut Prohl, die Firma zu einem kompletten Energieversorger zu machen. Hauptkonkurrent in Berlin ist der Stromanbieter Vattenfall, der zudem rund 32 Prozent der Anteile an der Gasag hält.
