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Atommüll: Gas in Gorleben gefährdet sichere Endlagerung

Atommüll: Gas in Gorleben gefährdet sichere Endlagerung03.11.2010, 14:23 Uhr

Auf bisher kaum bekannte Bohrberichte aus den 80er Jahren hat die Umweltorganisation Greenpeace hingewiesen. Demnach gibt es Gasansammlungen im Salzstock GorlebenGasfunde in Gorleben seit den 80ern bekannt?
Wie Greenpeace am Dienstag der Öffentlichkeit erklärte, sind bereits bei Vorbohrungen im Jahr 1982 brennbare Kohlenwasserstoffgase im Salzstock von Gorleben entdeckt worden. Die Bohrungen hatten zur Vorbereitung der Schächte gedient, die heute als Endlager für Atommüll genutzt werden sollen. Die Umweltschützer werfen der Betreiberfirma DBE vor, diese Gasfunde heruntergespielt zu haben. Bereits im Jahr 1977 habe es Hinweise auf Gasfunde auf der DDR-Seite des Salzstocks gegeben, die ebenfalls ignoriert worden seien. Greenpeace verlangte erneut das Ende von Gorleben als Endlager.

Greenpeace: Endlager Gorleben „tickende Zeitbombe“
Grundsätzlich problematisch sind die Gase aus zwei Gründen. Zum einen kann ein hoher Gasdruck die umliegenden Gesteins- und Felsschichten porös machen. Außerdem entzünden sich die Gase Geologen zufolge bei einer Temperatur von 20° Celsius. Genau dies hält Greenpeace aber für ein gewaltiges Problem, da die strahlenden Abfälle teilweise große Mengen an Wärme abgeben. An Atommüllfässern würden Temperaturen von bis zu 200° Celsius gemessen, was bei einem Kontakt mit dem Gas zu Explosionen und Wassereinbrüchen im Endlager führen könnte. Greenpeace-Sprecher Mathias Edler nannte den Salzstock Gorleben eine „tickende Zeitbombe“ und forderte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) dazu auf, die Konsequenzen zu ziehen und sämtliche Akten zu veröffentlichen.



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