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Atommüll: Castor-Transport kommt am Wochenende

Atommüll: Castor-Transport kommt am Wochenende04.11.2010, 13:09 Uhr

Die Vorbereitungen für den Castor-Transport laufen auf Hochtouren. Sowohl Atomkraftgegner als auch die Polizei stellen sich auf ein ereignisreiches Wochenende einCastor fährt am Freitag in Frankreich los
Am Freitag soll der umstrittene Atommüll-Transport mit Castor-Behältern in Nordfrankreich losfahren. Ziel ist das Zwischenlager in Gorleben, wo der Zug am Samstag erwartet wird. Zahlreiche Demonstranten wollen dem Aufruf der Veranstalter der Anti-Atomkraftproteste folgen und die Fahrt des Transports verzögern. Die Polizei bereitet sich auf alle Eventualitäten vor. Obwohl sie nicht mit schweren Krawallen rechnet, stelle die Anwesenheit einiger gewaltbereiter Autonomer ein Risiko dar. Besonders besorgt sind die Sicherheitsbehörden wegen der Absicht mancher Protestierender, das Gleisbett durch das Ausräumen von Schotter zu schwächen. Dies würde den Castor-Transport dazu zwingen, einen Stopp einzulegen, da der 2500 Tonnen schwere Zug dann nicht mehr gefahrlos über diese Stellen fahren könnte. Dementsprechend kündigt die Polizei auch an, gegen solche klaren Straftaten ebenso klar vorzugehen.

Polizei rechnet mit wenigen gewaltbereiten Castor-Gegnern
Die Bürgerinitiativen, die am Samstag gegen die Atommüll-Pläne der Bundesregierung protestieren wollen, stellten klar, dass sie keine Gewalt wollen. Die Polizei sei nicht ihr Gegner, so der Tenor der Protestgruppen. Dennoch rechnet die Polizei auch dieses Mal mit Ausschreitungen beim Transport der Castor-Behälter und hat den Einsatz von Wasserwerfern nicht ausgeschlossen. Die Atomkraftgegner bezeichneten diese Fahrzeuge als „Waffen, die nicht in den Landkreis“ gehörten. Ein anderer Atomkraftgegner brachte die Absichten der Demonstranten auf den Punkt: Man erwarte nicht, dass der Castor umkehre. Man wolle vielmehr die Bundesregierung zu einer Umkehr in der Atompolitik bewegen.



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