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Große Stromanbieter sollen Millionen für Castor zahlen
Große Stromanbieter sollen Millionen für Castor zahlen05.11.2010, 15:15 Uhr
Die immensen Kosten für den Castor-Transport sollen von den Atomkonzernen getragen werden. Das fordern Steuerzahler und die PolizeigewerkschaftStromanbieter wälzen Entsorgungskosten auf Steuerzahler abKurz vor Beginn des Castor-Transports in das atomare Zwischenlager Gorleben haben die Polizeigewerkschaft und der Steuerzahlerbund eine finanzielle Beteiligung der großen Stromanbieter an den Kosten gefordert. Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, sagte in einem Interview gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung, dass die vier großen Atomkonzerne sich mit einer Sicherheitsgebühr von 50 Millionen Euro beteiligen sollen. Er bezeichnete es als nicht hinnehmbar, dass die vier Stromanbieter jedes Jahr Gewinne in Milliardenhöhe verzeichnen könnten, während die Kosten für die Sicherheit beim Transport von Atommüll auf die Steuerzahler abgewälzt würden.
Strompreise beziehen Kosten für Atommüll kaum ein
Die Forderung deckt sich mit der Ansicht diverser Experten, die eine stärkere Beteiligung der Atomkonzerne hinsichtlich der Kosten für die Entsorgung von Atommüll für dringend geboten halten. Zwar haben die Stromanbieter bereits große Summen beispielsweise für die Erkundung von Gorleben bezahlt, Kosten für die Sanierung des maroden Salzstocks Asse hingegen könnten unter Umständen aus Steuermitteln finanziert werden. Kritiker werfen den Atomkonzernen vor, dass sie bei der Kalkulation des angeblich billigen Atomstroms die Kosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle verschweigen. Würden diese Kosten in die Strompreise eingerechnet, müsste sich Atomstrom demzufolge deutlich verteuern, so die Verfechter des Atomausstiegs.
