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Atommüll: Castor unterwegs nach Gorleben
Atommüll: Castor unterwegs nach Gorleben05.11.2010, 15:20 Uhr
In Nordfrankreich ist am Freitag der Zug nach Gorleben losgefahren. Damit ist der Startschuss für einen weiteren Castor-Transport gefallen, der von mehr Demonstranten empfangen werden wird als je zuvorGreenpeace: Castor hat französischen Bahnhof verlassenFalls die Erwartungen der Veranstalter der Anti-Atomkraftproteste eintreffen, könnten bis zu 50.000 Menschen gegen den Castor demonstrieren, der nun seine Reise in das Wendland angetreten hat. Die Polizei rechnet zwar nur mit 30.000 Teilnehmern, doch wäre dies noch immer die größte derartige Demonstration seit den 80er Jahren. Ein Sprecher von Greenpeace erklärte am Nachmittag, dass der Zug mit den elf Spezialbehältern den Bahnhof im französischen Valognes verlassen habe.
Castor soll am Montag in Gorleben eintreffen
Die radioaktiven Abfälle sollen bis zum Montagmorgen die rund 1.000 Kilometer lange Strecke von Frankreich nach Gorleben zurücklegen und am Zwischenlager eintreffen. Ob dieser Zeitplan angesichts der zahlreichen Blockaden und Demonstrationen einzuhalten ist, bleibt abzuwarten. Die Polizei hat 16.500 Beamte im Einsatz, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Neben vereinzelten Gewaltausbrüchen fürchtet die Einsatzleitung vor allem das sogenannte Schottern der Strecke, bei dem das Gleisbett ausgehölt wird, um den Castor an der Weiterfahrt zu hindern. Die aufwändige Transportaktion kostet Schätzungen zufolge insgesamt rund 50 Millionen Euro.
