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Castor: Atomtransport von Protesten und Krawallen begleitet
Castor: Atomtransport von Protesten und Krawallen begleitet08.11.2010, 14:06 Uhr
Der Castor-Transport ist nach einem sehr langen Wochenende im Umladebahnhof angekommen. Bis es soweit war, gab es zum Teil heftige Ausschreitungen. Erschöpfung auf beiden Seiten macht sich nun breitCastor-Gegner teilweise gewaltbereitObwohl der Großteil der Demonstranten gewaltfrei blieb, gab es auch unschöne Szenen. Nachdem einige Protestgruppen damit begonnen hatten, den Schotter unter den Schienen zu entfernen, um den Castor-Transport zum Anhalten zu zwingen, griff die Polizei hart durch. Diese rote Linie hatte die Polizeiführung schon im Vorfeld angekündigt: Man würde einer Gefährdung von Bahnstrecken nicht tatenlos zusehen. Dennoch hatten sich auch einige prominente Persönlichkeiten für das sogenannte Schottern ausgesprochen. Bei den Ausschreitungen setzte die Polizei Schlagstöcke, Wasserwerfer und Pfefferspray ein, um sich gegen fliegende Steine, Stöcke und Feuerwerkskörper zu wehren. Ein Räumpanzer der Polizei wurde sogar in Brand gesetzt. Ein Polizeisprecher sagte, dies zeige die angebliche Friedfertigkeit der Atomkraftgegner..
Atomgegner: Gewalt darf Diskussion um Castor und Atompolitik nicht überschatten
Auch die Veranstalter der Proteste kritisierten die Ausschreitungen. Zwar gab man hier der Polizei die Hauptschuld an der Eskalation, doch haben die gewaltbereiten Demonstranten dem Anliegen der Anti-Atomkraftbewegung nach Ansicht von Beobachtern geschadet. In der ARD-Tagesschau sagte ein Sprecher der Demonstranten, das dies von der eigentlichen Sache ablenke. Man wolle keine Diskussion um Gewalt, sondern eine Diskussion um den Castor und die Atompolitik der Bundesregierung. In der Nacht hatte die Polizei eine Schienenblockade von rund 3.000 Castorgegnern geräumt, um die Weiterfahrt des Zuges nach Dannenberg zu ermöglichen. Von dort aus werden die Behälter nun auf Tieflader umgeladen und in das Zwischenlager Gorleben gefahren.
