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Atomkraftwerke: Bisher 80 Milliarden Subventionen an Stromanbieter gezahlt
Atomkraftwerke: Bisher 80 Milliarden Subventionen an Stromanbieter gezahlt09.11.2010, 13:43 Uhr
Die vier großen Atomkonzerne haben in den vergangenen Jahrzehnten über 80 Milliarden Euro an Subventionen erhalten. Eine Studie belegt diese Zahlen erstmals statistischStromanbieter profitieren von Steuervorteilen und ForschungsgeldernDass die Atomenergie mit starken Subventionen gefördert wurde, war schon lange klar. Doch genaue Zahlen konnte bisher niemand nennen. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt nun zu dem Ergebnis, dass die großen Stromanbieter in den letzten fünf Jahrzehnten mehr als 80 Milliarden Euro erhalten haben. Darin enthalten sind Steuervergünstigungen ebenso wie Forschungssubventionen, sagte Claudia Kemfert vom DIW der Frankfurter Rundschau. Sie wies darauf hin, dass die Subventionen für die Atomenergie bei einem sofortigen Atomausstieg endgültig versunken seien.
Niedrige Strompreise von Atomstrom Illusion?
Die Zahlen lassen die Aussagen der Stromanbieter über den vermeintlich günstigen Atomstrom in einen neuen Licht erscheinen. Mit Hinweis auf die teure Förderung erneuerbarer Energien erhöhen die Energieversorger regelmäßig die Strompreise. Doch dass Atomstrom unter dem Strich nicht die billige Alternative ist, bemängeln viele unabhängige Stromanbieter, die den Wettbewerbsvorteil der Atomkonzerne durch die Laufzeitverlängerung für unfair halten. Zudem werden die Strompreise durch die längeren Atomlaufzeiten nicht sinken und vermutlich nicht einmal stabil bleiben. Einige der großen Energiekonzerne haben bereits angekündigt, wegen der Kosten der Laufzeitverlängerung die Tarife anheben zu müssen.
