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Röttgen: Stromanbieter müssen nicht für Castor zahlen
Röttgen: Stromanbieter müssen nicht für Castor zahlen09.11.2010, 13:49 Uhr
Den Forderungen nach einer Beteiligung der großen Stromanbieter an den Kosten für die Atommüll-Transporte hat Umweltminister Röttgen eine klare Absage erteiltAtommülltransporte genehmigt und legalIm Zusammenhang mit dem aktuellen Castor-Transport nach Gorleben hatte es aus verschiedenen Richtungen Forderungen nach einer Beteiligung der Atomkonzerne an den immensen Kosten gegeben. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat diese Forderungen nun in einem Interview bei Beckmann (ARD) zurückgewiesen. Er erklärte, dass der Betrieb von Atomkraftwerken und die Atommülltransporte offiziell genehmigt und damit legal seien. Deutschland habe die Atomenergie in der Vergangenheit genutzt und diese Folgen müssten heute getragen werden. Dafür zahlen wir Steuern das ist so. sagte Röttgen. Die Absicherung der Transporte in das Atommüll-Zwischenlager in Gorleben sei nicht Sache der Stromanbieter, sondern die des Staates.
Niedersachsen will Kosten für Castor nicht alleine tragen
Die Kosten für den aktuellen Castor-Transport belaufen sich Medienberichten zufolge allein für das Land Niedersachsen auf rund 20 Millionen Euro. Der Wunsch der Landesregierung in Hannover nach einer anderen Verteilung der Kosten für den Polizeieinsatz beim Castor-Transport wurde bereits gestern von der Bundesregierung zurückgewiesen. Auch die anderen Bundesländer, aus denen viele der knapp 17.000 Polizisten rekrutiert wurden, wollen sich nicht stärker an den Kosten beteiligen als vorgesehen.
