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Atommüll: Gorleben darf weiter als Endlager erkundet werden

Atommüll: Gorleben darf weiter als Endlager erkundet werden10.11.2010, 14:51 Uhr

Der Salzstock in Gorleben darf auch weiterhin als Endlager für radioaktive Abfälle erkundet werden. Dies entschied das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG)Betriebspläne für Weitererkundung von Gorleben genehmigt
Auf Antrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) wurde gestern der Rahmenbetriebsplan durch das LBEG verlängert. Außerdem genehmigte die Behörde gleichzeitig den Hauptbetriebsplan 2010 bis 2012 für die Erkundung des Bergwerks Gorleben als atomares Endlager. Wie das Umweltministerium Niedersachsen mitteilte, sei damit sichergestellt, dass das BfS die Erkundungsarbeiten fortsetzen kann, obwohl Klagen gegen die Betriebsplanzulassungen im Raum stehen. Diese Nachricht kam gestern nur wenige Stunden nach der Ankunft des Castor-Transports im Zwischenlager Gorleben.

Debatte um Standorte für Atommüll geht weiter
Die Weitererkundung als Endlager war vor zehn Jahren von der damaligen rot-grünen Bundesregierung gestoppt worden. Diese Regelung lief zum 1. Oktober 2010 aus, weswegen die entsprechende Genehmigung zur weiteren Erkundung nun erteilt werden konnte. Gegen die Wiederaufnahme der Maßnahme hatten verschiedene Organisationen geklagt. Die bisher aufschiebende Wirkung dieser Klagen ist mit der gestrigen Entscheidung hinfällig. Mittlerweile werden die Stimmen lauter, die auch andere Standorte für die Zwischenlagerung von Atommüll erkunden möchten. So hat der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) es als sinnvoll bezeichnet, andere Standorte in Erwägung zu ziehen. Er empfahl in der Frankfurter Rundschau, den Vorschlag von Greenpeace zu prüfen, der eine Zwischenlagerung von Atommüll an den Standorten deutscher Atomkraftwerke vorsieht.



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