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Atommüll: Hessen zeigt sich bei Standort-Debatte offen

Atommüll: Hessen zeigt sich bei Standort-Debatte offen11.11.2010, 13:45 Uhr

Die Forderung aus Niedersachsen nach alternativen Standorten für atomare Zwischenlager hat eine neue Diskussion ausgelöst. Hessen kann sich eine andere Lösung grundsätzlich vorstellenHessen will Atommüll notfalls in Biblis zwischenlagern
In der Diskussion um mögliche weitere Standorte für atomare Zwischenlager hat sich der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) der niedersächsischen Forderung gegenüber offen gezeigt, den Atommüll in Castor-Behältern beispielsweise im Atomkraftwerk Biblis zu lagern. Dem Hessischen Rundfunk gegenüber erklärte der Politiker, dass die Hessen bei der Suche nach weiteren Zwischenlagern nicht sagen könnten: „Überall, nur nicht bei uns!“ Niedersachsen hatte im Zuge des aktuellen Castor-Transports auf die außergewöhnlichen Belastungen des Bundeslandes hingewiesen, die sich durch das einzige deutsche Zwischenlager in Gorleben ergeben.

Baden-Württemberg schließt nichts aus, verspricht aber auch nichts
In Baden-Württemberg äußerte man sich zwar etwas zurückhaltender, will aber auch hier eine entsprechende Lösung nicht ausschließen. Dem Landesumweltministerium in Stuttgart zufolge sehe man dort allerdings derzeit keine großen Möglichkeiten für die Umsetzung dieses Vorschlags. Kritiker bemängeln immer wieder, dass die Bundesländer mit den Hauptstandorten der deutschen Atomkraftwerke sich nicht an der Problematik der Atommüll-Entsorgung beteiligten. Sogenannte „süddeutsche Alternativen“ bei Zwischen- und Endlager waren offenbar nie ernsthaft in Erwägung gezogen worden, während Experten den politisch favorisierten Standort Gorleben technisch nicht für ideal halten.



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