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Atommüll: Erhöhte Zahl von Krebserkrankungen rund um Asse

Atommüll: Erhöhte Zahl von Krebserkrankungen rund um Asse26.11.2010, 14:08 Uhr

Das niedersächsische Umweltministerium bestätigt einen Anstieg von Krebserkrankungen rund um das marode Atommülllager in AsseAtommüll für Blutkrebs verantwortlich?
Der NDR hatte darüber berichtet, dass es in der Nähe des maroden Atommülllagers im niedersächsischen Asse eine Häufung von Krebserkrankungen gebe. Demnach ist die Zahl der Erkrankungen an Blutkrebs zwischen 2002 und 2009 massiv gestiegen. In diesem Zeitraum wurden 18 Fälle in der Umgebung des Lagers festgestellt. Statistisch normal wären acht Fälle gewesen, wie das Umweltministerium in Hannover bestätigte. Bei Frauen sei hingegen eine gestiegene Zahl von Schilddrüsenkarzinomen zu verzeichnen. Der Sprecher des Ministeriums, Thomas Spieker, sagte hierzu, dass die Auswertung des Krebsregisters entsprechende Hinweise gebe. Über die Ursache könne derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Ein Zusammenhang mit dem maroden Atommülllager in Asse sei aber zunächst nicht auszuschließen.

Atommülllager wurde nach Bergrecht erbaut
Kritiker befürchten einen deutlichen Zusammenhang zwischen den Krebserkrankungen und dem Atommülllager. Im vergangenen Jahr war deutlich geworden, dass es im Salzstock Asse Schäden am Atommüll durch Wassereinbrüche gegeben hatte. Selbst eine Einsturzgefahr ist langfristig gegeben, weswegen das Bundesamt für Strahlenschutz den Atommüll komplett aus dem Salzstock bergen möchte. Ein Problem sehen die Gegner des Atommülllagers in der Tatsache, dass der Ausbau in Asse lange Zeit nur unter dem Bergrecht erfolgt war, und erst in letzter Zeit das deutlich schärfere Atomrecht zur Anwendung gekommen war.



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