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Hohe Strompreise: Union will Solarförderung stärker kürzen
Hohe Strompreise: Union will Solarförderung stärker kürzen29.11.2010, 14:08 Uhr
Durch die stark gestiegene EEG-Umlage müssen Verbraucher höhere Strompreise bezahlen. Die Union möchte daher die Solarförderung stärker beschneiden als vorgesehenEEG-Umlage belastet Strompreise starkErst vor wenigen Wochen diente die drastische Erhöhung der EEG-Umlage manchem Stromanbieter als Grund für eine weitere Anhebung der Strompreise. Nach Ansicht vieler Experten belastet besonders die Solarförderung die Gesamtheit der Verbraucher unangemessen hoch, obwohl der Anteil des Solarstroms insgesamt nur sehr gering ist. Politiker der Union wollen daher die weitere Solarförderung stärker einschränken als bislang vorgesehen. Obwohl das Erneuerbare-Energien-Gesetz erst kürzlich angepasst wurde, besteht nach Ansicht des energiepolitischen Sprechers der Unions-Fraktion, Thomas Bareiß (CDU) weiterhin eine massive Überförderung, welche zu Fehlanreizen führe.
Experte: Solarförderung setzt falsche Anreize
Übereinstimmenden Berichten der dpa und der Financial Times Deutschland zufolge verlangt Bareiß in seinem Brief an Bundesumweltminister Norbert Röttgen und Unions-Fraktionschef Volker Kauder (beide CDU) eine Begrenzung der jährlichen Zubaumenge für Photovoltaik-Anlagen. Statt der prognostizierten zusätzlichen 1900 Megawatt würden aktuell 8000 Megawatt an Solarstrom hinzugebaut, so Bareiß weiter. Rund die Hälfte aller weltweit gebauten Solarmodule gingen 2010 in Deutschland in Betrieb. Sollte dies weitergehen, befürchtet Bareiß für das Jahr 2011 Mehrkosten durch die EEG-Umlage in Höhe von 20 bis 30 Milliarden Euro (für weitere 10.000 Megawatt). Dennoch beträgt der Anteil von Solarstrom an der Gesamtstromerzeugung gerade einmal 1,8 Prozent. Ob die Strompreise bei einer Deckelung der Förderung tatsächlich sinken würden, ist fraglich. Doch zumindest hätten die Stromanbieter es schwerer, einen weiteren Anstieg zu rechtfertigen.
