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Atommüll: Experten suchen nach Ursachen für Krebs

Atommüll: Experten suchen nach Ursachen für Krebs01.12.2010, 14:15 Uhr

Die statistische Zunahme der Krebserkrankungen in der Umgebung des Atommülllagers Asse ist eine Tatsache. Über die Gründe für die Erkrankungen besteht allerdings noch UnklarheitKrebserkrankungen häufen sich rund um Asse
Das niedersächsische Umweltministerium hatte die erhöhten Krebsraten in der Umgebung des maroden Atommülllagers Asse bestätigt. Über die Ursachen konnte man aber noch keine belastbaren Aussagen treffen. Während die Opposition einen klaren Zusammenhang zwischen dern Erkrankungen und dem Atommüll sieht, stritt das zuständige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zunächst ab, dass die gehäuften Krebserkrankungen mit Asse zu tun haben könnten. Die fortgesetzten Messungen in und um das Atommülllager herum hätten nie Anlass zur Besorgnis ergeben. Um den Gründen nun auf die Spur zu kommen, soll eine Expertengruppe genauere Untersuchungen einleiten.

Experten sollen Zusammenhang mit Atommüll untersuchen
Die Experten kommen aus dem Sozial- und Umweltministerium Niedersachsen, dem Bundesamt für Strahlenschutz, dem Landesgesundheitsamt und den Krebsregistern Niedersachsens und des Kreises Wolfenbüttel. Besonders viel versprechen sich die Wissenschaftler von der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, die rund um das Atommülllager Asse lebt. Aus der Erhebung von Daten wie dem genauen Wohnsitz und der Berufstätigkeit der Betroffenen soll ermittelt werden, ob ein Zusammenhang zwischen der Häufung von Krebs und dem Atommüll besteht. Diese Datenerhebung ist aber ohne die Zustimmung der Erkrankten nicht möglich. Die Opposition fordert indes weitere Analysen. Für die niedersächsischen Grünen ist ein anderer Grund für die Häufung der Krebserkrankungen als der Atommüll in Asse nicht erkennbar.



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