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Energieanbieter E.ON verkauft seine Anteile an Gazprom

Energieanbieter E.ON verkauft seine Anteile an Gazprom02.12.2010, 13:53 Uhr

Deutschlands größter Gas- und Stromanbieter braucht offenbar Geld: Die Beteiligung von E.ON am russischen Energiekonzern Gazprom wird verkauftEON bekommt 3,4 Milliarden Euro für Gazprom-Anteile
Über zehn Jahre hinweg war der deutsche Energieanbieter E.ON Ruhrgas der größte ausländische Aktionär beim russischen Konzern Gazprom. Doch nun hat E.ON die 3,5 Prozent für eine Summe von 3,4 Milliarden Euro zum Großteil an eine russische Bank verkauft. Der Rest wurde über Verkäufe an der Börse veräußert. Schon in den 70er Jahren gab es enge Verbindungen zwischen der damaligen Ruhrgas und dem russischen Gasunternehmen. Vor etwa zehn Jahren kaufte der Energieanbieter sich dann bei den Russen ein. Schon vor einiger Zeit hatte E.ON seine Anteile an Gazprom reduziert, die sich ursprünglich auf 6,5 Prozent belaufen hatten.

Gas- und Stromanbieter will neue Strategie verfolgen
Der Gas- und Stromanbieter E.ON teilte bezüglich des Verkaufs mit, dass der Einstieg bei den Russen seinerzeit der Festigung einer Partnerschaft gedient habe. Die Veräußerung der Anteile ändere nichts an der Partnerschaft an sich. Schließlich bleibe man mit Gazprom eng verbunden, da beide Energieanbieter an verschiedenen Großprojekten beteiligt seien, so E.ON weiter. Der Verkauf ist auch im Zusammenhang mit dem Strategiewechsel des deutschen Konzerns zu sehen, der sich mehr auf das Geschäft in Asien und Südamerika konzentrieren möchte, wofür die Erlöse aus dem Gazprom-Verkauf verwendet werden sollen. An seinem Engagement in Russland will E.ON aber vorerst nichts ändern.



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