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Stromanbieter EnBW soll von Baden-Württemberg übernommen werden
Stromanbieter EnBW soll von Baden-Württemberg übernommen werden06.12.2010, 14:12 Uhr
Der drittgrößte Energiekonzern Deutschlands soll von einer Tochtergesellschaft des Landes übernommen werdenFranzosen wollen Anteile am Stromanbieter verkaufenVor etwa zehn Jahren hatte das Bundesland Baden-Württemberg über 25 Prozent seiner Anteile am Stromanbieter EnBW an den französischen Energiekonzern EDF verkauft. Nun möchten die Franzosen sich offenbar von ihrer Beteiligung an EnBW von insgesamt 45 Prozent wieder trennen. Wie verschiedene Medien berichten, wurde am Montag ein entsprechender Kaufvertrag zwischen der Stuttgarter Firma Neckarpri und dem Stromanbieter EDF unterzeichnet. Neckarpri befindet sich zu 100% im Besitz des Landes Baden-Württemberg.
Stuttgart zahlt 4,7 Milliarden für Stromanbieter
Für die EnBW-Aktien, die Neckarpri von EDF kauft, sollen 41,50 Euro pro Stück gezahlt werden. Dies entspricht einer Gesamtsumme von 4,7 Milliarden Euro. Zugleich machte Stuttgart ein Übernahmeangebot an alle anderen Aktionäre, die ebenfalls Anteile am Stromanbieter halten. Laut Angaben von EnBW müssen die Kartellbehörden dem Geschäft noch zustimmen. Der Landeshaushalt in Baden-Württemberg soll angeblich nicht durch den Kauf belastet werden. Wie ein Sprecher der Landesregierung erklärte, habe sich die Koalition aus CDU und FDP darauf geeinigt, den Kauf über Anleihen zu finanzieren. EDF will seine Anteile hauptsächlich deswegen verkaufen, weil die Franzosen keine Möglichkeit sehen, langfristig eine Mehrheit am deutschen Stromanbieter zu übernehmen.
