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Stromanbieter RWE will neues Braunkohlekraftwerk in NRW bauen
Stromanbieter RWE will neues Braunkohlekraftwerk in NRW bauen08.12.2010, 16:43 Uhr
Mit einer Leistung von 2.000 Megawatt will RWE ein großes Braunkohlekraftwerk im Rheinischen Revier errichten. Eine endgültige Entscheidung wird aber erst in einigen Jahren fallenStromanbieter will juristische SicherheitWie der Vorsitzende der für die Stromerzeugung von RWE zuständige Sparte Power, Johannes Lambertz, erklärte, soll das Genehmigungsverfahren für das Braunkohlekraftwerk am Standort Niederaußem schon 2011 eingeleitet werden. Ob das Vorhaben dann tatsächlich umgesetzt werde, entscheide sich aber erst in den kommenden zwei bis drei Jahren. Der Stromanbieter werde mit einer solchen Entscheidung warten, bis die Genehmigung juristisch nicht mehr anfechtbar sei, sagte Lambertz. Aufgrund unklarer juristischer Verhältnisse hat RWE das Vorhaben zum Bau eines Testkraftwerks zur CO2-Abscheidung gestoppt. Hierfür fehlen in Deutschland noch die gesetzlichen Grundlagen. Besonders Anwohner haben Bedenken bezüglich der Sicherheit der CO2-Speichertechnologie.
Braunkohle sichert 42.000 Arbeitsplätze in Deutschland
Der Stromanbieter RWE ist der zweitgrößte Energieversorger in Deutschland und betreibt besonders in NRW zahlreiche Kraftwerke für die Verbrennung von Steinkohle und Braunkohle. Allein in Nordrhein-Westfalen sollen rund 34.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Braunkohle abhängen. Dies besagt zumindest eine Studie, die vom Stromanbieter in Auftrag gegeben wurde. Bundesweit hängen etwa 42.000 Jobs an der Braunkohle. Kohlekraftwerke sind für die Sicherung des Strombedarfs derzeit noch unverzichtbar, stehen aber durch ihre CO2-Emissionen in der Kritik.
