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EU-Kommission will gegen hohe Strompreise vorgehen
EU-Kommission will gegen hohe Strompreise vorgehen08.12.2010, 16:48 Uhr
Die Preistreiberei mancher Stromanbieter ist den EU-Kommissaren in Brüssel ein Dorn im Auge. Mit einem neuen Gesetz soll der Missbrauch der Marktmacht beendet werdenGesetz soll Manipulationen der Gas- und Strompreise beendenDer Gesetzentwurf, den die EU-Kommission heute in Brüssel vorlegte, soll es schwieriger für Gas- und Stromanbieter machen, ihre Stellung am Markt für höhere Gas- und Strompreise zu missbrauchen. Auch der Insiderhandel soll in ganz Europa erschwert und bestraft werden. Diese zwei Faktoren sind ein Grund für die hohen Tarife, die für Verbraucher in der ganzen EU und besonders in Deutschland anfallen. Grundsätzlich soll den Großhändlern unmöglich gemacht werden, höhere Gas- und Strompreise zu verlangen, als sie durch die tatsächlichen Kosten und Kapazitäten für die Erzeugung und Speicherung gerechtfertigt wären.
Gas- und Stromanbieter sollen Preisgestaltung offenlegen
Erreicht werden soll dieses Ziel unter anderem mit der Offenlegung der Informationen, die für die Errechnung der Gas- und Strompreise relevant sind. Die EU-Kommission sieht einen Handlungsbedarf auch wegen der besonderen Natur des Gas- und Strommarktes. So ließen sich Gas und Strom nur unter Schwierigkeiten speichern, was die Anfälligkeit der Preise für Spekulationen erhöhe. Beispielsweise hielten manche Händler gezielt Kontingente zurück, um die Gas- und Strompreise nach oben zu treiben. Für die Überwachung der Regelungen soll eine neu zu schaffende europäische Behörde zuständig sein. Eventuelle Strafen sollen aber nach wie vor auf nationaler Ebene verhängt werden.
