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Stadtwerke wollen mit Stromanbieter RWE konkurrieren
Stadtwerke wollen mit Stromanbieter RWE konkurrieren09.12.2010, 15:28 Uhr
Mit der Übernahme des Stromerzeugers Steag wollen einige Stadtwerke an Rhein und Ruhr zum größten kommunalen Stromanbieter Deutschlands werdenStadtwerke möchten Steag komplett übernehmenSteag ist der fünftgrößte Stromerzeuger in Deutschland und würde die Stadtwerke in Duisburg, Bochum, Essen, Dinslaken, Dortmund und Oberhausen zu einer ernsthaften Konkurrenz für den lokalen Platzhirsch RWE machen. Die kommunalen Versorger wollen gezielt ein Gegengewicht schaffen, das für die großen Stromanbieter zur Herausforderung werden soll. Steag befindet sich derzeit im Besitz von Evonik, steht aber zunächst zu 51 Prozent zum Verkauf. Später folgen die restlichen Anteile. Steag verfügt über elf Kraftwerke in Deutschland sowie drei weitere im Ausland. Der Verkaufspreis soll insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro betragen. Gerade dies wird von Kritikern der Übernahmepläne bemängelt, da die Stadtwerke diese Summe komplett über Kredite finanzieren müssten.
Stromanbieter RWE bleibt gelassen
Ob die Pläne der Stadtwerke wirklich zum Problem für die großen Stromanbieter werden, bleibt abzuwarten. RWE bezieht beispielsweise den Hauptanteil des von Steag erzeugten Stroms, wobei es angesichts langfristiger Verträge zunächst keine Rolle spielt, wer an dem Stromerzeuger die Mehrheit besitzt. Umgekehrt besitzt RWE an zahlreichen beteiligten Stadtwerken selbst Anteile, weswegen der Stromanbieter in jedem Fall an dem Projekt mitverdienen wird. Langfristig ist auch fraglich, ob die Verbraucher durch die Übernahme von Steag niedrigere Strompreise erwarten können.
