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Ökostrom: Stromleitungen unter dem Mittelmeer geplant
Ökostrom: Stromleitungen unter dem Mittelmeer geplant10.12.2010, 15:54 Uhr
Vorhaben wie das Wüstenstromprojekt Desertec können nur dann funktionieren, wenn der Strom auch nach Europa transportiert werden kann. Frankreich plant neue Stromleitungen, die unter dem Mittelmeer verlaufen sollenÖkostrom aus Afrika muss nach Europa transportiert werdenDie Nutzung der Sonne zur Stromerzeugung in der Wüste macht grundsätzlich Sinn. Mit dem ehrgeizigen Projekt Desertec will Europa in Zukunft einen Teil seines Strombedarfs mit auf diese Weise erzeugtem Ökostrom decken. Problematisch ist allerdings der Transport des Stroms über derart große Entfernungen, die überbrückt werden müssen. Zudem macht die Notwendigkeit, das Mittelmeer zu überbrücken, die Angelegenheit nicht einfacher. Frankreich hat nun ein Konzept vorgestellt, bei dem neue Stromleitungen unter dem Mittelmeer verlegt werden sollen, um den Ökostrom weiterleiten zu können.
Wirtschaftswachstum und moderne Stromnetze hängen eng zusammen
Das Projekt mit dem Namen Medgrid soll den Angaben des französischen Energieministers Eric Besson zufolge, die notwendigen Energie-Autobahnen schaffen, um die EU mit derartigen Ökostrom-Quellen zu verbinden. Das Ringen um nachhaltiges Wachstum werde sich auch über neue Stromnetze entscheiden, so Besson weiter. Medgrid ist keine neue Idee; unter dem Namen Transgreen war das Vorhaben schon vor zwei Jahren bekannt geworden. Konkret sind die Pläne aber erst jetzt, nachdem feststeht, dass mit Desertec ab dem Jahr 2020 eine Leistung von rund 20 Gigawatt verarbeitet werden muss. Das Konsortium Medgrid besteht aus Industriekonzernen verschiedener Länder, darunter französische Stromanbieter wie Alstrom und EDF oder auch dem deutschen Siemens-Konzern.
