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Französischer Stromanbieter EDF will Übertragungsnetz teilweise verkaufen
Französischer Stromanbieter EDF will Übertragungsnetz teilweise verkaufen14.12.2010, 13:58 Uhr
Um Schulden zu senken, will sich der französische Energiekonzern offenbar von einem Teil seines Übertragungsnetzes trennen. Damit folgt er dem Beispiel deutscher StromanbieterStromanbieter hat über 44 Milliarden Euro SchuldenObwohl EDF bislang noch keinen Kommentar zu den Berichten abgibt, soll angeblich bereits am Dienstag die Zustimmung des Aufsichtsrats für den Teilverkauf des Übertragungsnetzes des französischen Stromanbieters gegeben werden. Realisiert werden soll das Geschäft durch einen Verkauf von 50% der Anteile an der EDF-Tochter RTE, die für die Stromnetze verantwortlich ist. Nach Angaben der französischen Zeitung Les Echos möchte der Stromanbieter auf diese Weise rund sechs Milliarden Euro an Schulden abbauen. Der Gesamtbetrag der Schulden beläuft sich derzeit allerdings auf mehr als 44 Milliarden Euro und resultiert aus Beteiligungen in den USA und Großbritannien.
Europäische Stromanbieter verkaufen ihre Stromnetze
In dieses Bild passt auch der Verkauf der Anteile am deutschen Stromanbieter EnBW an das Land Baden-Württemberg, den EDF vergangene Woche angekündigt hat. Der Verkauf von Hochspannungsnetzen durch die großen Stromanbieter hat in Europa inzwischen einen neuen Trend ausgelöst. Vor EDF haben bereits EON und Vattenfall sich von ihren Übertragungsnetzen in Deutschland getrennt. Damit erfüllten sie eine Forderung der EU, die eine Entflechtung der Stromanbieter und Netzbetreiber erreichen möchte, um den Wettbewerb weiter voranzubringen.
