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Stromanbieter: Evonik verkauft Steag-Anteile an Stadtwerke
Stromanbieter: Evonik verkauft Steag-Anteile an Stadtwerke14.12.2010, 14:08 Uhr
Der Vorstand des Evonik-Konzerns hat dem Verkauf der Steag-Anteile an das Konsortium nordrhein-westfälischer Stadtwerke zugestimmt. Damit kann ein neuer Energieriese entstehenEin neuer Stromanbieter wird geschaffenEvonik will demzufolge die 51 Prozent der Anteile am Stromerzeuger Steag an die Stadtwerke verkaufen. Ein Angebot der tschechischen Energie- und Industrieholding EPH wurde hingegen abgelehnt. Damit ist der Weg frei zur Bildung eines neuen Energieriesen in Deutschland. Der Zusammenschluss der verschiedenen Stadtwerke im Ruhrgebiet soll einen Stromanbieter schaffen, der eine Konkurrenz zu Unternehmen wie E.ON und RWE bilden wird. Speziell RWE sieht der Angelegenheit aber eher gelassen entgegen, da der Stromanbieter selbst einige der Anteile an den beteiligten Stadtwerken hält und einen Großteil des von Steag erzeugten Stroms aufkauft.
Stadtwerke hoffen auf Profit
Die elf Kraftwerke des fünftgrößten deutschen Stromerzeugers Steag sollen für rund 1,2 Milliarden Euro den Besitzer wechseln. Kritiker befürchten, dass bei einem Fehlschlag des Vorhabens der Steuerzahler auf den Kosten sitzenbleiben könnte. Die Stadtwerke weisen dies unter Hinweis auf die guten Geschäftsergebnisse von Steag zurück. Immerhin machte der Stromerzeuger im letzten Jahr rund 2,6 Milliarden Euro Umsatz, die Gewinne waren entsprechend. Als überregionale Stromanbieter erhoffen die Stadtwerke sich, einen neuen Kundenstamm zu erschließen. Wie die Gestaltung der Strompreise des neuen Energieriesen aussehen wird, ist allerdings noch offen.
