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Stromanbieter E.ON übernimmt offenbar Atomkraftwerke von Vattenfall
Stromanbieter E.ON übernimmt offenbar Atomkraftwerke von Vattenfall15.12.2010, 17:01 Uhr
Die Schwierigkeiten bei der Wiederinbetriebnahme der Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel haben Vattenfall offensichtlich dazu veranlasst, sich von der Betriebsführung zu verabschiedenBeide Stromanbieter an norddeutschen AKW beteiligtNach der Ablehnung der designierten Leiterin des Atomkraftwerks Krümmel durch die Atomaufsicht von Schleswig-Holstein möchte der Stromanbieter Vattenfall offenbar die Betriebsführung der beiden norddeutschen Atomkraftwerke an den Partner E.ON abgeben. Sowohl in Krümmel als auch in Brunsbüttel sind beide Energiekonzerne beteiligt; bei Brunsbüttel hat Vattenfall eine Mehrheit von zwei Dritteln, während bei Krümmel jeder Stromanbieter die Hälfte der Anteile hält. Beide Firmen wollen einer Mitteilung zufolge die Möglichkeiten zur weiteren betrieblichen Optimierung sowie der zeitnahen Wiederinbetriebnahme der beiden Atomkraftwerke prüfen.
Laufzeitverlängerung auch Grundlage für Investitionsbedarf
Auch die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und die damit verbundenen Kosten sind Gegenstand der Überprüfung des Investitionsbedarfs und der technischen Rahmenbedingungen. Die Stromanbieter wollen im Zuge dieser Überprüfung auch festlegen, ob E.ON die Betriebsführung beider Kernkraftwerke von Vattenfall übernimmt. Beide Atomkraftwerke stehen seit Mitte 2007 still, nachdem verschiedene Pannen die Abschaltung erfordert hatten. Ein kurzzeitiger Weiterbetrieb des AKW Krümmel im Jahr 2009 wurde nach zwei Wochen wegen neuer Pannen wieder beendet.
