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Wiedereinstieg beim Stromanbieter EnBW könnte 6 Milliarden kosten

Wiedereinstieg beim Stromanbieter EnBW könnte 6 Milliarden kosten15.12.2010, 17:05 Uhr

Das Bundesland Baden-Württemberg wird offenbar mehr für die Beteiligung am Energiekonzern EnBW zahlen müssen als bisher bekannt war. Die Opposition ist skeptischBaden-Württemberg will wieder beim Stromanbieter einsteigen
Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hatte die Kosten für den Wiedereinstieg des Landes beim Stromanbieter EnBW zunächst mit einer Summe von rund 4,67 Milliarden Euro beziffert. Die Stuttgarter Landesregierung plant die Übernahme der EnBW-Anteile, die der französische Stromanbieter EDF vor einem Jahrzehnt vom Land gekauft hatte. Diese insgesamt 45 Prozent der EnBW-Anteile scheinen aber nun mehr Kosten zu verursachen, als bisher bekannt war. Nach einer Sondersitzung des Finanzausschusses im Landtag teilte dessen Vorsitzender Ingo Rust (SPD) mit, dass sich die Kosten auf bis zu 5,9 Milliarden Euro belaufen könnten.

Freie Aktionäre beim Stromanbieter erhalten Kaufangebot
Grund für die Mehrkosten sind nach Angaben des Finanzministeriums Erwerbsnebenkosten und Garantien, für die das Land aufkommen müsse. Da das Land über 30 Prozent der EnBW-Anteile kaufen wolle, müsse man allen freien Aktionären, die ebenfalls Aktien am Stromanbieter halten, ein Kaufangebot machen. Dies könnte gegebenenfalls etwa eine Milliarde Euro kosten, doch könne man noch nicht einschätzen, wie viele Aktionäre ein solches Angebot überhaupt annehmen würden, so das Ministerium weiter. Die SPD hat inzwischen angekündigt, im Zusammenhang mit den Übernahmeplänen überprüfen zu wollen, warum das Land die Investmentbank Morgan Stanley in die Abwicklung miteinbeziehen möchte. Ministerpräsident Mappus ist mit dem Chef der Bank eng befreundet. Auch ein Untersuchungsausschuss liege im Bereich des Möglichen, so die SPD weiter.



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