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Castor-Transport: Polizei löst Sitzblockade auf
Castor-Transport: Polizei löst Sitzblockade auf16.12.2010, 15:46 Uhr
Der aktuelle Castor-Transport in das atomare Zwischenlager von Lubmin (Vorpommern) wird wie erwartet von zahlreichen Protesten begleitet. Eine Sitzblockade wurde von der Polizei aufgelöstCastorgegner müssen möglicherweise Gebühr zahlenKurz vor dem Eintreffen des Atommüll-Transports in das sogenannte Zwischenlager Nord hat die Polizei damit begonnen, eine Sitzblockade auf den Schienen aufzulösen. Etwa 200 Atomkraftgegner hatten sich nahe Brünzow auf die Gleise gesetzt, um den Castor aufzuhalten. Von dort aus sind es noch etwa fünf Kilometer bis zum Zwischenlager Lubmin. Die Polizei forderte die Demonstranten auf, die Schienen zu räumen, was von rund einem Drittel befolgt wurde. Die verbleibenden Castor-Gegner mussten von der Polizei weggetragen werden. Der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU) will prüfen lassen, ob von diesen Demonstranten eine Gebühr erhoben werden solle.
Zwischenlager Lubmin eigentlich nur für Ex-DDR-Atommüll gedacht
Die Proteste richten sich wie üblich gegen den Transport von Atommüll aus französischen Wiederaufbereitungsanlagen, die aus Deutschland stammenden radioaktiven Abfall wieder zurückschicken. Anders als üblich wurde diesmal nicht das Zwischenlager Gorleben gewählt, sondern das Atommülllager in Lubmin. Hier befindet sich eine spezielle Halle für die Zwischenlagerung von Atommüll, die ursprünglich nur solche Abfälle aufnehmen sollte, die in der ehemaligen DDR produziert worden waren. Da in Lubmin aber noch reichlich Platz vorhanden ist, stimmte die Bundesregierung zu, den Castor-Transport dorthin zu schicken. Das Gelände ist von der Bundespolizei bereits seit vergangener Woche hermetisch abgeriegelt.
