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Bundesnetzagentur kritisiert Stromanbieter wegen EEG-Umlage
Bundesnetzagentur kritisiert Stromanbieter wegen EEG-Umlage17.12.2010, 16:12 Uhr
Die Anhebung der Strompreise ist nach Ansicht der Bundesnetzagentur nicht durch die höhere EEG-Umlage zu rechtfertigen. Damit erneuert die Behörde die Kritik an den Stromanbietern und rechnet vor, dass es auch anders gingeVerstecken Stromanbieter sich hinter der EEG-Umlage?Zahlreiche Stromanbieter haben umgehend eine Strompreiserhöhung angekündigt, als die Anhebung der EEG-Umlage für 2011 bekannt wurde. Die Bundesnetzagentur hält diese Begründung aber für nicht zulässig. Matthias Kurth, der Chef der Regulierungsbehörde, hält vielmehr die Preisstrategien der Energieversorger für das Problem. Vor einem Ausschuss des Bundestags erklärte er auch, weswegen er die Preiserhöhungen nicht nachvollziehen kann. Die Beschaffungspreise an der Strombörse seien für die Stromanbieter gewaltig gesunken. Waren im Jahr 2008 noch maximal 13 Cent für eine Kilowattstunde Strom zu zahlen, sind es aktuell nur zwischen fünf und sieben Cent.
EEG-Umlage muss nicht auf Strompreise aufgeschlagen werden
Allein diese Zahlen beweisen nach Ansicht von Kurth, dass die Verdienstspanne für die Stromanbieter trotz höherer EEG-Umlage noch genügend Spielraum lasse, die Strompreise zumindest stabil zu halten. Viele Verbraucherschützer verlangen sogar eine Absenkung der Kosten. Weiterhin wies der Chef der Bundesnetzagentur darauf hin, dass die Versorger keineswegs gezwungen seien, die höhere EEG-Umlage in Gestalt höherer Strompreise an die Verbraucher weiterzugeben. Ab Januar steigt die Ökostrom-Umlage um 1,5 Cent und beträgt damit insgesamt 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Kurth unterstrich, dass bei langfristigen Lieferverträgen der steigende Anteil regenerativer Energien zu niedrigeren Preisen für die Anbieter führe.
