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Große Stromanbieter sind 2010 die Verlierer beim DAX
Große Stromanbieter sind 2010 die Verlierer beim DAX22.12.2010, 17:22 Uhr
Nahezu alle im DAX vertretenen Unternehmen konnten ihre Ergebnisse verbessern oder zumindest behaupten. Aber die großen Energieversorger haben trotz Laufzeitverlängerung an Wert verlorenAktien der Stromanbieter leiden unter AtomsteuerFür 2010 hatten Analysten eigentlich mit guten Ergebnissen für die großen Stromanbieter gerechnet. Grund dafür hätte die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke sein können, die Schätzungen zufolge über 100 Milliarden Euro in die Kassen der vier großen Versorger spülen wird. Doch die Furcht vor den Kosten der Atomsteuer auf Brennelemente hat die Aktien der Energiekonzerne im Vergleich zum Vorjahr einiges an Wert gekostet. Und das, obwohl die Kosten der Brennelementesteuer vermutlich weniger als ein Drittel der Zusatzgewinne auffressen werden. Selbst mit weiteren Gewinnabschöpfungen sollte noch ein satter Gewinn für die Unternehmen bleiben.
Stromanbieter machen dennoch gute Gewinne
Die Aktienmärkte haben diese Überlegungen offenbar nicht beeindrucken können. Immerhin können die Stromanbieter vermutlich einen großen Teil der Kosten für die Atomsteuer bei der Gewerbesteuer zurückholen. Dennoch fielen die Aktienkurse von E.ON und RWE beispielsweise um gute 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit stehen sie im krassen Gegensatz zu vielen anderen DAX-Unternehmen, die ihren Wert erheblich steigern konnten. Grund zur Sorge besteht aber wohl nicht: Die großen Stromanbieter fahren in Zeiten hoher Strompreise für Endkunden bei niedrigen Beschaffungskosten noch immer hohe Gewinne ein.
