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Studie: Höhere Strompreise bringen 2 Milliarden Euro für Stromanbieter
Studie: Höhere Strompreise bringen 2 Milliarden Euro für Stromanbieter28.12.2010, 14:10 Uhr
Durch die Strompreiserhöhungen werden die deutschen Versorger rund 2 Milliarden zusätzlich einnehmen. Einer Studie der Grünen zufolge ist dies nicht nachvollziehbarStrompreise sinken trotz niedriger Beschaffungskosten nichtIn der Saarbrücker Zeitung wurden Einzelheiten der Studie veröffentlicht, die im Auftrag der Grünen erstellt wurde. Sie hatte unter anderem zum Ziel, die Entwicklung der Strompreise in Deutschland unter die Lupe zu nehmen. Viele Stromanbieter erhöhen zum 1. Januar 2011 ihre Tarife und begründen dies mit der gestiegenen EEG-Umlage. Alleine durch diese Erhöhungen würden die Energieversorger rund zwei Milliarden Euro zusätzlich einnehmen. Ein solcher Preisanstieg sei aber nicht nachvollziehbar, so die Studie weiter. An der Strombörse in Leipzig seien die Beschaffungspreise nämlich seit Herbst 2008 um satte 30 bis 40 Prozent gesunken. Dies habe sich aber nicht durch niedrigere Strompreise für die Kunden ausgezahlt.
Firmenkunden zahlen ebenfalls höhere Strompreise
Dem statistischen Bundesamt zufolge mussten auch Firmenkunden deutlich mehr für ihren Strom zahlen. Mit 10,49 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2009 haben sich demnach die (wegen der höheren Abnahmemengen allerdings geringeren) Strompreise für Sondervertragskunden seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Für Tarifkunden fielen im Schnitt 17,75 Cent pro Kilowattstunde an. Neun Preisrunden in ebenso vielen Jahren haben beide Kundengruppen getroffen. Verbraucher können sich allerdings mit einem Stromanbieter-Wechsel gegen hohe Strompreise wehren.
