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Ökostrom: Innogy fordert Begrenzung der Solarföderung
Ökostrom: Innogy fordert Begrenzung der Solarföderung29.12.2010, 16:21 Uhr
Die Begrenzung des Zuwachses an weiteren Solaranlagen fordert die Ökostrom-Tochter des RWE-Konzerns, Innogy. Damit sollen die Kosten für die Einspeisevergütung begrenzt werdenEinspeisevergütung treibt Strompreise hochFür die Einspeisung von Solarstrom gibt es eine gesetzlich garantierte Vergütung von bis zu 33 Cent pro Kilowattstunde. Damit liegt die Einspeisevergütung etwa sechsfach über den Strompreisen, die im Großhandel an der Strombörse gezahlt werden. Fritz Vahrenholt, der Chef von Innogy, der Ökostrom-Tochter des Stromanbieters RWE, hält dies für ein extrem unsoziales Umverteilungssystem. Die Kosten für die Einspeisevergütung werden über die EEG-Umlage auf die Strompreise aller Verbraucher aufgeschlagen. Da somit jeder Geringverdienende ebenso für die Photovoltaik zahle wie alle anderen Stromkunden auch, finanziere die Gesamtheit der Verbraucher die Solaranlagen der Betreiber, die finanziell meist gut gestellt seien.
Begrenzung des Zuwachses bei Photovoltaik auf 2000 Megawatt?
Vahrenholt sieht die Lösung des Problems in einer pauschalen Begrenzung des Zuwachses an Solaranlagen. Angesichts des derzeitigen Solarbooms solle es eine Obergrenze der staatlichen Förderung für Ökostrom aus Photovoltaik geben. Er schlug im Nachrichtenmagazin FOCUS eine Begrenzung in einer Größenordnung von maximal 2000 Megawatt jährlich vor. Jede Anlage, die darüber hinaus installiert werde, solle anschließend nicht mehr in den Genuss der hohen Einspeisevergütung kommen. Die EEG-Umlage, deren Höhe maßgeblich durch die Vergütung beeinflusst wird, sorgt derzeit für Diskussionen, weil viele Stromanbieter sie als Vorwand für höhere Strompreise nutzen.
