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Solarförderung: Röttgen bereitet weitere Kürzungen vor
Solarförderung: Röttgen bereitet weitere Kürzungen vor31.12.2010, 16:27 Uhr
Die Solarbranche selbst plädiert für weitere Kürzungen bei der Solarförderung. Auch Verbraucherschützer fordern weitere Einschränkungen, um die Strompreise für alle Verbraucher zu entlasten. Umweltminister Röttgen plant daher schon in nächster Zeit weitere EinschnitteStrompreise auch wegen Solarförderung höher als notwendigBundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will Presseberichten zufolge in den kommenden Wochen weitere Vorschläge zur Kürzung der Solarförderung machen. Sie könnten dann bereits Mitte des Jahres in Kraft treten, wenn die Gerüchte stimmen. Offenbar schwebt Röttgen vor, die Einspeisevergütung für Solarstrom den Erfordernissen des Marktes anzupassen. Derzeit beträgt die Vergütung für Solarstrom knapp 30 Cent pro kWh. Die durchschnittlichen Strompreise liegen zwischen zehn und zwölf Cent darunter. Da ein Teil der Differenz über die sogenannte EEG-Umlage finanziert wird, werden die Strompreise für die Endverbraucher regelmäßig erhöht.
Solarbranche begrüßt Kürzungspläne grundsätzlich
Die Solarbranche selbst hält dies für nicht länger begründbar. Die Schieflage, dass jeder auch einkommensschwache Verbraucher für die Errichtung von teuren Solaranlagen mitbezahlen müsse, wurde erst kürzlich vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) kritisiert. Der Verband favorisiert eine marktzubauabhängige Degression, bei der beispielsweise nicht mehr als 3500 Megawatt pro Jahr an zusätzlicher Solarkapazität gefördert werden sollen. Alles, was darüber hinausgeht, würde dann nicht mehr in den Genuss einer staatlichen Förderung kommen. Wann und in welcher Form Röttgen die Kürzungen durchführen wird, bleibt allerdings abzuwarten.
