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Strompreise in Deutschland verzerren laut Lanxess den Wettbewerb
Strompreise in Deutschland verzerren laut Lanxess den Wettbewerb08.01.2011, 14:38 Uhr
Die hohen Strompreise beschäftigen nicht nur die privaten Haushalte. Auch die Industrie macht sich Sorgen um das hohe Preisniveau und sieht Nachteile im europäischen und weltweiten WettbewerbWirtschaft leidet unter der Entwicklung der StrompreiseIn der Bild-Zeitung sagte der Lanxess-Chef Axel Heitmann am Samstag, dass die hohen Strompreise in Deutschland im Vergleich zu den europäischen Nachbarn den Wettbewerb verzerren. Deutsche Unternehmen wie der Spezialchemiekonzern Lanxess würden unter dieser Entwicklung leiden, so Heitmann weiter. Mit einseitigen Belastungen bei Themen wie dem Klimaschutz katapultiere sich das Industrieland Deutschland selbst aus dem Rennen. Man dürfe nicht an dem Ast sägen, auf dem man sitze.
Nicht nur hohe Strompreise bremsen die Konjunktur
Die Strompreise sind aber nicht der einzige Punkt, den Heitmann kritisierte. Das Wirtschaftsjahr 2011 sei skeptisch zu beurteilen, weil viele der Konjunkturprogramme, die im Rahmen der Wirtschaftskrise aufgelegt wurden, mittlerweile auslaufen würden. Zudem sei die extreme Staatsverschuldung ein Grund zur Sorge. Die Gesellschaft müsse sich außerdem bei der Leistung einen höheren Anspruch zulegen, meint der Lanxess-Chef. Man müsse in Deutschland nicht nur gut sein, man müsse zu den Besten gehören. Dies gelte für Schulen und Bildung ebenso wie für die Energieversorgung, Forschung und Entwicklung. Hierfür benötige man die besten Arbeitskräfte der Welt.
