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Stromanbieter: Baden-Württemberg macht Angebot an EnBW-Aktionäre
Stromanbieter: Baden-Württemberg macht Angebot an EnBW-Aktionäre10.01.2011, 15:36 Uhr
Nach dem Einstieg des Landes beim Energiekonzern EnBW wird den verbliebenen Kleinaktionären nun angeboten, ihre Anteile ebenfalls an das Bundesland zu veräußernAngebot von 41,50 Euro je Stromanbieter-AnteilAls das Land Baden-Württemberg die Absicht erklärte, den Stromanbieter EnBW zu übernehmen, war klar, dass auch die Kleinaktionäre ein entsprechendes Angebot erhalten würden. Diese Vorgehensweise ist nämlich aktienrechtlich vorgeschrieben. Demzufolge hat die Landesbeteiligungsgesellschaft Neckarpri, die für die Abwicklung der Übernahme zuständig ist, den Aktionären nun ein Übernahmeangebot gemacht. Für ihre Anteile am Stromanbieter bekommen die Anleger im Falle der Annahme des Angebots 41,50 Euro. Dies entspricht dem Betrag, den Baden-Württemberg für die EnBW-Anteile des französischen EDF-Konzerns gezahlt hat. Bis zum 18. März haben die Aktieninhaber nun Zeit, das Angebot zu überdenken.
Stromanbieter könnte das Land knapp sechs Milliarden Euro kosten
Sollte das Angebot von vielen Aktionären angenommen werden, würden die Kosten für die Übernahme deutlich in die Höhe gehen. Bislang hat der Stromanbieter das Land Baden-Württemberg rund 4,67 Milliarden Euro gekostet. Wenn viele Aktionäre nun ihre Aktien verkaufen, wird das weitere Kosten von bis zu 1,2 Milliarden Euro verursachen. Mit der Übernahme möchte die Landesregierung den Stromanbieter zurück in deutsche Hände holen. Umstritten ist, ob das Investitionsrisiko sich auszahlen wird oder unter dem Strich eine Mehrbelastung für den Steuerzahler bedeutet, falls es größere Verluste durch die Übernahme geben sollte.
