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Strompreise: Nach Erhöhung bei EON neue Preisrunde in Sicht?
Strompreise: Nach Erhöhung bei EON neue Preisrunde in Sicht?11.01.2011, 16:25 Uhr
Nachdem der größte deutsche Energieversorger über seine Tochterfirmen erhebliche Erhöhungen der Strompreise für Privatkunden angekündigt hat, befürchten viele eine neue Preisrunde auch bei anderen VersorgernStrompreise steigen angeblich wegen EEG-UmlageDie Ankündigung, dass die regionalen Töchter von EON zum März und Mai ihre Strompreise um durchschnittlich 5,5 Prozent anheben, hat Befürchtungen ausgelöst, dass eine weitere Preisrunde auf dem Strommarkt droht. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Stromanbieter ihre Strompreise in der Folge anheben, ist relativ groß. Wie erwartet begründet EON die Strompreiserhöhung mit der gestiegenen EEG-Umlage. Dass diese Begründung von Experten beim Verbraucherschutz und in der Politik angesichts der niedrigen Beschaffungspreise nicht als plausibel angesehen wird, hat die Energieversorger indes noch nie gestört.
Laufzeitverlängerung hat Strompreise nicht begrenzt
Von den Versprechen, dass nach einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke die Strompreise bis auf Weiteres stabil bleiben würden oder eventuell sogar sinken könnten, wollen die vier großen Stromanbieter nichts mehr wissen. Sie ziehen sich auf den Standpunkt zurück, dass die Gewinnabschöpfung der Zusatzgewinne durch die Laufzeitverlängerung und die Atomsteuer die Situation grundlegend verändert hätten. Auch dies bezweifeln externe Experten, da trotz Gewinnabschöpfung noch etliche Milliarden bei den Energiekonzernen verbleiben dürften. Ob nun kleinere Stromanbieter dem Beispiel von EON folgen und die Strompreise ebenfalls weiter anheben, bleibt abzuwarten.
