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Windenergie: Strompreise könnten durch höhere Wartungskosten langfristig steigen

Windenergie: Strompreise könnten durch höhere Wartungskosten langfristig steigen11.01.2011, 16:35 Uhr

Die Kosten für Windenergie könnten durch altersbedingte Wartungsarbeiten langfristig steigen. Höhere Betriebskosten der Betreiber werden sich aber vermutlich auch auf die Strompreise auswirkenSchäden an Windkraftanlagen durch mangelnde Wartung
Viele Betreiber von Windkraftanlagen vernachlässigen das Thema Wartung. Dies meint zumindest Wolf Stötzel, der für den Bundesverband Windenergie als Experte tätig ist. Besonders ältere Windkraftanlagen leiden demzufolge unter den erosiven Prozessen, denen die Rotorblätter im Betrieb ausgesetzt sind. Bei einer Nichtbehebung solcher Schäden drohen Folgeschäden in Form von aerodynamischen Unwuchten, die ihrerseits eine Windkraftanlage stark beschädigen können. Da die Betreiber die Wartungskosten bislang aber kaum in ihre Kalkulation einbeziehen, sind langfristig Auswirkungen auf die Strompreise durchaus wahrscheinlich.

Strompreise könnten unter höheren Wartungskosten leiden
Bei der Entwicklung der frühen Windkraftanlagen sei der Schwerpunkt in erster Linie auf Generatoren und Getriebekomponenten gelegt worden, so Stötzel gegenüber der Nachrichtenagentur dapd. Besonders die Turbinen der ersten Generation wiesen oft Schwächen bei den Rotorblättern auf. Außerdem seien viele Anlagen nicht ausreichend für eine Wartung vorbereitet. So fehlten oft Lastenaufzüge im Inneren der Windkrafttürme, um Material und Werkzeug nach oben zu befördern. Auch ein Mangel an Fachfirmen, die sich auf die Wartung solcher Anlagen spezialisiert haben, wirke sich langfristig negativ aus. Über die Auswirkungen auf die Strompreise äußerte sich Stötzel nicht direkt, wies aber darauf hin, dass die Betreiber von Windparks für Wartung und Instandhaltung etwa 15 bis 20 Prozent des Nettoertrags einplanen müssten. Es ist daher anzunehmen, dass diese Kosten sich auf lange Sicht irgendwo auf der Stromrechnung wiederfinden werden.



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