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Bundeskartellamt: Strompreise nicht manipuliert
Bundeskartellamt: Strompreise nicht manipuliert13.01.2011, 17:26 Uhr
Nach einer groß angelegten Überprüfung der Stromerzeuger ist das Bundeskartellamt zu dem Ergebnis gekommen, dass es keine Manipulationen gibt, welche die Strompreise beeinflussenStrompreise durch gezielte Stillstände manipuliert?Anlass für die Untersuchung der Stromanbieter durch das Bundeskartellamt war der Verdacht, dass durch gezielte Zurückhaltung von Strommengen und absichtliche Drosselung von Kraftwerken die Strommenge zeitweise künstlich verknappt wurde, um die Strompreise nach oben zu treiben. Nach einer eingehenden Abklärung der Vorwürfe kommt die Kartellbehörde nun zu dem Ergebnis, dass es solche Manipulationen derzeit nicht gebe. Für diese Überprüfung wurden 80 Stromanbieter und 340 Kraftwerke kontrolliert. Zwar habe es im Zuge der Kontrollen verdächtige Stillstände bei einigen Kraftwerken gegeben, doch seien die Auswirkungen aufgrund des geringen Anteils dieser Blöcke zu gering, um die Vorwürfe zu stützen.
Strompreise müssen stärker kontrolliert werden
Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, möchte die Stromanbieter aber nicht pauschal entlasten. So sei es auffällig, dass rund 25 Prozent der Kapazitäten wegen technischer Restriktionen nicht verfügbar waren. Ob sich hier Manipulationen verbergen, ließe sich aber mit den Mitteln der Behörde nicht nachprüfen. Mundt setzt auf die von der Bundesregierung geplante Markttransparenzstelle, die durch Echtzeitkontrollen den Wettbewerb der Stromanbieter im Auge behalten soll. Die Strompreise könnten durchaus von den vier großen Energiekonzernen beeinflusst werden, da 80 Prozent der Strommengen von EON, RWE, Vattenfall und EnBW stammten. Eine effektive Missbrauchsaufsicht sei nach wie vor dringend erforderlich, so Mundt.
