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Atomkraftwerk Grafenrheinfeld: Stromanbieter E.ON weist Berichte über Panne zurück
Atomkraftwerk Grafenrheinfeld: Stromanbieter E.ON weist Berichte über Panne zurück17.01.2011, 15:34 Uhr
Eine Panne im Atomkraftwerk Grafenrheinfeld soll dem Spiegel zufolge im Juni 2010 für Aufregung gesorgt haben. Angeblich habe ein Störfall der Stufe 3 gedroht. EON weist diese Darstellung zurückStromanbieter sollte AKW angeblich abschaltenDem Bericht im Nachrichtenmagazin Spiegel zufolge hat es im bayerischen Atomkraftwerk Grafenrheinfeld im Juni vergangenen Jahres eine Panne gegeben, die zu größeren Auswirkungen hätte führen können. Demnach habe das Bundesumweltministerium den Stromanbieter zur sofortigen Abschaltung des Atomkraftwerks aufgefordert, nachdem eine Ultraschall-Routinekontrolle einen möglichen Riss in einer wichtigen Leitung angezeigt hatte. Die Leitung im nuklearen Teil des Reaktors sei eine Verbindung zwischen Hauptkühlkreislauf und Druckbehälter. Eine Sprecherin von EON wies die Darstellung über den Vorfall am Samstag zurück.
Meldekriterien laut Stromanbieter nicht erfüllt
Der Stromanbieter sei sich sicher, dass es keinen Riss in besagter Leitung gebe, so die Sprecherin. Der Bericht über den vom Spiegel befürchteten und in Deutschland noch nie eingetretenen möglichen Störfall der Stufe 3 sei falsch und absurd. Das Atomkraftwerk sei zu jedem Zeitpunkt sicher gewesen. Dies habe auch der TÜV Süd am 15. Juni in einer entsprechenden Mitteilung zu dem Vorfall bestätigt. Auch die Fachleute im Bundesumweltministerium und der deutschen Reaktorsicherheitskommission hätten dies so gesehen. Vorwürfe des Spiegels, dass EON und die Atomaufsicht den Vorfall erst nach sechs Monaten gemeldet hätten, begründete der Stromanbieter damit, dass eine Meldepflicht nicht bestanden habe, da der Vorfall unterhalb der entsprechenden Meldekriterien gelegen habe. Das fragliche Bauteil soll im März vorsorglich ausgetauscht werden.
