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Hohe Strompreise werden zum Standortnachteil für Deutschland
Hohe Strompreise werden zum Standortnachteil für Deutschland17.01.2011, 17:21 Uhr
Das hohe Niveau der Strompreise wirkt sich nach Meinung von Wirtschaftsexperten nachteilig auf den Standort Deutschland aus. Allerdings seien marktfähige Tarife durchaus möglichStrompreise belasten Unternehmen und PrivathaushalteDie Strompreise entwickeln sich offenbar nur in eine Richtung nach oben. Was für Privathaushalte ärgerlich ist, wirkt sich für Unternehmen immer mehr als Standortnachteil in Deutschland aus. Kein Wunder: Die Strompreise sind in Deutschland auf Top-Niveau. Dennoch hält die Wirtschaftsexpertin Anke Dieberg von der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Essen marktfähige Tarife für möglich. Dies sagte sie der WAZ-Mediengruppe in einem Interview für die Rubrik Montagsökonom.
Wirksame Börsenaufsicht für Strompreise gefordert
Dieberg zufolge habe es bei der Liberalisierung der Strommärkte Fehleinschätzungen gegeben. Man sei davon ausgegangen, dass mit dem Handel an der Strombörse EEX in Leipzig Angebot und Nachfrage für faire Preise sorgen würden. Dies sei nicht eingetreten. Statt langfristiger Verträge hätten viele Kunden heute zwar kurzfristige Verträge, doch die Strompreise seien gestiegen. In erster Linie ist dies der Expertin zufolge auf die oligopolistische Marktstruktur zurückzuführen, in denen der Großteil des Stroms von nur vier großen Stromanbietern verkauft wird. Um einen wirksamen Wettbewerb zu bekommen, müsse es eine funktionierende Börsenaufsicht für Strompreise geben und der Strommarkt insgesamt auf europäischer Ebene in einen Binnenmarkt umgewandelt werden.
