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Stromanbieter E.ON fordert Konzentration auf Emissionshandel
Stromanbieter E.ON fordert Konzentration auf Emissionshandel17.01.2011, 17:26 Uhr
Nach Ansicht des Chefs des E.ON-Konzerns muss der Emissionshandel in Europa deutlich gestärkt werden. Von nationalen Alleingängen in der Energiepolitik hält er hingegen nichtsEmissionshandel für Stromanbieter zentrales Element der KlimapolitikDer Vorstandsvorsitzende von E.ON, Johannes Teyssen, hat in der Montagsausgabe des Handelsblatts eine stärkere Fokussierung der europäischen Energiepolitik auf den Emissionshandel gefordert. Für den Stromanbieter ist dies ein zentrales Element der Klimapolitik des Kontinents. Daher müsse sich die Klima- und Energiepolitik konsequenter auf den Emissionshandel fokussieren. Teyssen zufolge sei er das effektivste Mittel, um Einsparungen bei den Emissionen von Kohlendioxid dort vorzunehmen, wo sie am meisten bringen.Stromanbieter gegen nationale Alleingänge
Weiterhin sprach sich Teyssen gegen nationale Alleingänge in Europa aus. Regelungen in einzelnen Ländern bezüglich der Gesetze für die Förderung erneuerbarer Energien oder Subventionen für Kohleabbau hält der Stromanbieter demzufolge für kontraproduktiv. Sie würden das System insgesamt schwächen. Die Kosten für den Emissionshandel belaufen sich den Angaben des E.ON-Chefs zufolge auf über 900 Millionen Euro jährlich. Angesichts der neuerlichen Erhöhungen der Strompreise weisen die Stromanbieter aktuell gerne auf die Kosten hin, die ihnen durch verschiedene Belastungen wie Atomsteuer, EEG-Umlage und Netzgebühren entstehen, um die Erhöhungen direkt oder indirekt vor der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.
