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Strompreise: Röttgen kritisiert Stromanbieter heftig
Strompreise: Röttgen kritisiert Stromanbieter heftig24.01.2011, 16:54 Uhr
Überraschend deutlich kritisiert der Bundesumweltminister die Stromanbieter. Die Begründungen für die Strompreiserhöhungen seien oft nur vorgeschobenStrompreise bei Privatkunden auf RekordniveauIn einem Interview für das Westfalen-Blatt wird der Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) mit den Worten zitiert, die Stromanbieter würden die Strompreise mit falschen Begründungen anheben. In keinem Falle müssten die Tarife wegen der erneuerbaren Energien steigen, wie von den Konzernen behauptet wird. Die Stromanbieter forderte er auf, ihre an der Strombörse beim Einkauf erzielten Preisvorteile auch an die Privatkunden weiterzugeben. Bislang sinken die Strompreise lediglich für Industriekunden, während private Haushalte mehr für Strom zahlen müssen als je zuvor.
Stromanbieter zahlen bei der Beschaffung immer weniger
Auch zahlreiche Verbraucherschützer und andere Politiker stimmen dieser Sichtweise zu. In den vergangenen Monaten hatten über 600 Stromanbieter eine Erhöhung ihrer Strompreise zum Jahresbeginn angekündigt und zumeist mit der gestiegenen EEG-Umlage begründet. Die Beschaffungspreise sind allerdings an der Strombörse auf ein extrem niedriges Niveau gefallen, weswegen Erhöhungen eigentlich nicht notwendig sein dürften. Für Verbraucher bleibt die Möglichkeit, einen Stromrechner zu nutzen, um einen unabhängigen Strompreisvergleich durchzuführen. Mit einer höheren Wechselbereitschaft bei den Kunden würde auch der Wettbewerbsdruck auf die Stromanbieter steigen, so der Tenor vieler Verbraucherschützer.
