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AKW Biblis: Stromanbieter RWE mit Warnstreik konfrontiert
AKW Biblis: Stromanbieter RWE mit Warnstreik konfrontiert24.01.2011, 17:01 Uhr
Zum ersten Mal überhaupt ist es in einem deutschen Atomkraftwerk zu Warnstreiks gekommen. Die Gewerkschaft Verdi möchte damit den Energieversorger RWE bei den Tarifverhandlungen unter Druck setzenStromanbieter bietet 3 Prozent mehr Einkommen anEinen Streik hat es bislang in Deutschland in keinem Atomkraftwerk gegeben. Bei den anstehenden Tarifverhandlungen will die Gewerkschaft Verdi allerdings von Beginn an klar machen, dass sie den Stromanbieter RWE unter Druck setzen will, um bessere Einkommen durchzusetzen. Für die Verhandlungen fordert Verdi 6,5 Prozent mehr Geld für die insgesamt rund 28.000 Beschäftigten in Deutschland. Der Tarifvertrag soll demzufolge eine Laufzeit von einem Jahr haben. RWE hat bisher 3 Prozent mehr Einkommen sowie eine zusätzliche Einmalzahlung angeboten.
Erster Streik in einem Atomkraftwerk
Am Dienstag werden die Tarifverhandlungen mit dem Stromanbieter in die sechste Runde gehen. Der Warnstreik im Atomkraftwerk Biblis soll einem Sprecher von Verdi Hessen zufolge mindestens 150 Teilnehmer haben. Das Atomkraftwerk zählt zu den ältesten Reaktoren in Deutschland und hätte ohne die Laufzeitverlängerung bereits 2010 abgeschaltet werden müssen. Für einen Weiterbetrieb verlangt die Landesregierung allerdings umfangreiche Nachrüstungen.
