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Stromanbieter: Gemeinschaftliche Klage gegen Kohlekraftwerk Staudinger
Stromanbieter: Gemeinschaftliche Klage gegen Kohlekraftwerk Staudinger28.01.2011, 15:46 Uhr
Im Kampf gegen den Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger in Hessen haben die Anrainer Hanau, Alzenau und Hainburg eine Gemeinschaftsklage eingereicht. Der Main-Kinzig-Kreis will sich offenbar nicht beteiligenStromanbieter stößt mit modernem Block 6 auf WiderstandMit dem Bau von Block 6 des Kohlekraftwerks Staudinger will der Stromanbieter E.ON eines der modernsten und größten Kraftwerke seiner Art weltweit schaffen. Ein erheblicher Teil der hessischen Stromerzeugung kommt aus diesem Kraftwerk. Die Ausbaugegner befürchten eine höhere Schadstoffbelastung und einen größeren CO2-Ausstoß, was von E.ON allerdings bestritten wird, da immerhin zwei ältere Kraftwerksblöcke im Gegenzug abgeschaltet werden. Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte als zuständige Genehmigungsbehörde erst kürzlich grünes Licht für das Vorhaben gegeben.
Hainburg, Hanau und Alzenau wollen Stromanbieter stoppen
Auf diese Genehmigung reagieren die Gemeinde Hainburg und die Städte Alzenau und Hanau nun mit einer gemeinschaftlichen Klage beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Sie hoffen vermutlich auch angesichts des Erfolgs einer Klage gegen das Kohlekraftwerk Datteln in NRW auf ein ähnliches Ergebnis. Der Main-Kinzig-Kreis will sich aber offenbar nicht an der Klage beteiligen, obwohl dessen Teilnahme für das Ergebnis nach Ansicht von Juristen entscheidend sein könnte. Der SPD-Landrat des MKK, Pipa, möchte zwar klagen, doch hat sein Koalitionspartner von der CDU eine abweichende Meinung und hält die Entscheidung des Regierungspräsidiums für akzeptabel.
