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Unruhen in Ägypten und Nordafrika könnten Desertec gefährden
Unruhen in Ägypten und Nordafrika könnten Desertec gefährden28.01.2011, 17:06 Uhr
Die gewaltsamen Unruhen in Ägypten haben am Freitag wie erwartet einen neuen Höhepunkt erreicht. Zunehmend sind die Wirtschaftsunternehmen in Deutschland in Sorge um ihre Mitarbeiter und die Projekte für erneuerbare EnergienÖkostrom-Projekte durch Aufstände gefährdet?Nicht nur das Projekt für Wüstenstrom, Desertec, könnte durch die zunehmende politische Instabilität in Nordafrika gefährdet sein. Nach der Revolte in Tunesien haben nun auch in anderen Ländern der Region Proteste stattgefunden. Besonders in Ägypten entwickelt sich die Situation momentan dramatisch: Polizei schießt auf Demonstranten und Militär ist in den Straßen. Nach dem Freitagsgebet waren Tausende von Protestierenden auf die Straßen von Kairo, Alexandria und Suez gezogen. Mittlerweile wurde eine Ausgangssprerre in den Städten verhängt und Präsident Mubarak hat eine Ansprache im TV angekündigt.
Droht ein weiterer Gottesstaat, wenn Mubarak stürzt?
Besorgnis erregt bei den Investoren für Ökostrom in Ägypten nicht nur das gewaltsame Vorgehen gegen die Demonstranten. Auch die Zukunft liegt völlig im Dunkeln. Während demokratische Demonstranten Hoffnungen auf den ehemaligen Chef der internationalen Atombehörde el Baradei setzen, hat auch die fundamentalistische Moslem-Bruderschaft ihre Finger im Spiel. Sie hatte im Jahr 1981 das Attentat auf Präsident Sadat ausgeführt, weil er Frieden mit Israel geschlossen hatte. Sollte Mubarak stürzen, droht unter Umständen eine Machtübernahme von Islamisten, die einen Gottesstaat wie im Iran errichten wollen. Eine solche Entwicklung wäre für Investoren sicherlich ein Grund, aus vielen Projekten auszusteigen.
