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Stromanbieter E.ON hält Krise in Ägypten nicht für übertragbar
Stromanbieter E.ON hält Krise in Ägypten nicht für übertragbar01.02.2011, 15:43 Uhr
Die Unruhen in Ägypten nehmen jeden Tag zu und der Ausblick auf die nähere Zukunft bereitet vielen ausländischen Unternehmen Unbehagen. Der Chef des größten deutschen Energieversorgers warnt vor unbegründeter PanikStromanbieter warnt vor herbeigeredetem FlächenbrandGestern hatte der Stromanbieter RWE erklärt, dass Pläne für eine Evakuierung von Mitarbeitern aus dem krisengeschüttelten Ägypten ausgearbeitet werden. Viele andere deutsche Unternehmen haben bereits mit solchen Aktionen begonnen und bangen um die Zukunft ihrer Investitionen. Zur Ruhe ruft hingegen der Chef des EON-Konzerns, Johannes Teyssen, auf. Der Stromanbieter warnte davor, die Unruhen in Ägypten dazu zu nutzen, einen Flächenbrand in der Region herbeizureden. Die Verhältnisse in Tunesien oder Ägypten seien nicht einfach auf andere Länder zu übertragen.
Stromanbieter: Ägypten und Tunesien sehr spezielle Konflikte
Die Empfehlung, nicht in Panik zu verfallen, ist sicherlich für alle Beteiligten ein guter Ratschlag. Tatsache ist jedoch, dass ein Flächenbrand zumindest nicht ausgeschlossen erscheint. Libanon und Jordanien sind von jeher keine sehr stabilen Nationen und könnten in den Sog des Chaos in Ägypten hineingezogen werden. Ähnliches gilt für Algerien. Am Dienstag wurde gemeldet, dass der jordanische König die Regierung entlassen habe und ein neues Kabinett einsetzen wolle. Offensichtlich teilen nicht alle den Optimismus von Teyssen, der die Konflikte in Tunesien und Ägypten in einem Reuters-Interview als sehr speziell einstufte. Der Stromanbieter hält mit der Tochter E.ON Ruhrgas unter anderem Anteile von Explorationslizenzen im Nildelta und in Algerien.
