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Stromanbieter: Zwei Minister im EnBW Aufsichtsrat
Stromanbieter: Zwei Minister im EnBW Aufsichtsrat04.02.2011, 17:09 Uhr
Nach der Übernahme von EnBW will das Land Baden-Württemberg die Interessen des Bundeslandes durch zwei Minister im Aufsichtsrat wahrenLand zahlt bis zu sechs Milliarden Euro für StromanbieterDie umstrittene Übernahme der Aktienpakete beim Stromanbieter EnBW durch das Land Baden-Württemberg nimmt langsam auch personell Gestalt an. Mit Justizminister Ulrich Goll (FDP) und Staatsminister Helmut Rau ziehen zwei Landespolitiker in das Aufsichtsgremium des Unternehmens ein. Ende 2010 hatte das Land 45 Prozent der Anteile vom französischen Stromanbieter EDF übernommen und dafür rund fünf Milliarden Euro gezahlt. Darüber hinaus bestehen Angebote an andere Anteilseigner, ihre Aktien ebenfalls zu übernehmen, was den Gesamtkaufpreis noch auf knapp sechs Milliarden erhöhen könnte.
Stromanbieter soll nicht vom Land gesteuert werden
Neben den beiden Regierungsmitgliedern aus Stuttgart hat Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) noch drei weitere renommierte Köpfe für den Aufsichtsrat von EnBW vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um den Chef der Südwestmetall, Rainer Dulger, Hubert Lienhard vom Industrieunternehmen Voith sowie einen der sogenannten Wirtschaftsweisen, den Chef des ZEW, Wolfgang Franz. Sie sollen den Stromanbieter nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten führen. Mappus betonte, dass sich das Land nicht in die operativen Entscheidungen einmischen wolle. Die Übernahme der Anteile sei in erster Linie dem Wirtschaftsstandort geschuldet.
